Michael Lau

Privat


Borbecker Kind

De facto bin ich ein waschechter Borbecker, denn geboren bin ich nämlich im Bethesda-Krankenhaus in Essen-Borbeck. Das Bethesda Krankenhaus gibt es allerdings nicht mehr. An der Stelle, wo ich geboren bin, steht heute das Bethesda-Altenheim.

Nach meiner Entlassung aus dem Krankenhaus wohnte ich rund 18 Jahre in Bergeborbeck, bevor ich meinen Eltern nach Vogelheim folgte. Anschließend bezog ich noch während meiner Ausbildung meine erste eigene, kleine und für einen Auszubildenden bezahlbare Wohnung in Frillendorf.

Auch wenn mir mein erstes eigenes "Liebesnest" stets gute Dienste geleistet hatte, habe ich mich in Frillendorf nie richtig wohlgefühlt, sodass es mich 5 Jahre später wieder in meine alte Heimat Groß-Borbeck zurück zog. Fortan bewohnte ich die obere Etage eines Zweifamilienhauses in Schönebeck, also in der Gegend, die ich für die schönste im Großraum Borbeck halte. Knapp 9 Jahre später musste ich mich aufgrund einer Kündigung wegen Eigenbedarfs nach einer neuen Bleibe umsehen. Diese war dann glücklicherweise schnell gefunden, sodass ich 1997 in mein jetziges Zuhause in Borbeck einziehen konnte.


Schulbesuch

Mein Grundschulbesuch in Bergeborbeck dauerte nur drei Jahre, denn die ersten beiden Schuljahre waren nur Kurzschuljahre, dauerten jeweils nur 6 Monate. Trotzdem war ich nach dieser Zeit fit für die weiterführende Schule und besuchte fortan das Gymnasium Borbeck. Es war nicht immer einfach dort, denn neben wenigen interessanten Unterrichtsfächern gab es auch Lehrer, bei denen der Unterricht gähnend langweilig war. Dass ich trotzdem nicht eingeschlafen bin, hatte ich meiner Funktion als Klassensprecher zu verdanken, denn in dieser Eigenschaft hatte ich so manchen Strauß mit den Lehrern auszufechten. Und diese Diskussionen trieben meinen Adrenalinspiegel immer wieder rechtzeitig in die Höhe, sodass ich die Schulglocke niemals verschlief.


Bundeswehr

Nach der Schule rief mich die Pflicht: Ich sollte 15 Monate lang dem Vaterland dienen! Natürlich kam ich dieser Pflicht nach und begab mich zur Bundeswehr-Grundausbildung in die Westfalen-Kaserne nach Ahlen, von wo aus ich 6 Wochen später zu meiner Stammeinheit in die Hellweg-Kaserne nach Unna versetzt wurde. Nach insgesamt 12 Monaten und 3 Wochen Bundeswehrdienst durfte ich die Kaserne vorzeitig verlassen, da ich bereits eine Woche später meine Ausbildungsstelle antreten musste. Heute wie damals kann ich feststellen, dass diese Zeit die unnützeste Zeit meines ganzen Lebens war und mich viel Geld gekostet hat. Jeden Morgen von Essen nach Unna und jeden Abend wieder zurück hat nicht nur viel Sprit erfordert, dabei ist mir auch noch der Motor meines damaligen Opel Ascona A verreckt. Danke Bundeswehr ...


Beruf

Sodann folgte meine Ausbildung als Sozialversicherungsfachangestellter. Obwohl dieser Ausbildungsberuf als einer der schwierigsten gilt, habe ich die Ausbildungszeit sehr genossen. Nicht nur die Ausbilder am Ausbildungsort Essen-Mitte waren sehr gut und sehr nett, auch die jeweils zwei- oder dreiwöchigen Lehrgänge in Bayern werde ich immer in guter Erinnerung behalten. Am Ende der Ausbildung konnte ich einen sehr guten Abschluss verzeichnen und wurde ins Angestelltenverhältnis übernommen.

Obwohl ich mittlerweile einige Male befördert worden und als Mitglied des Personalrats unkündbar war, kündigte ich nach fast sieben Jahren Betriebszugehörigkeit, um mit dem erlernten Wissen mein Glück in der freien Wirtschaft zu suchen. Also machte ich mich selbständig und arbeite heute als freier und unabhängiger Versicherungsmakler, sodass ich meinen Kunden ohne Druck und ohne irgendwelche Arbeitgebervorgaben die günstigsten Versicherungen anbieten kann.


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