Michael Lau

Sport


Viele Menschen meinen, Fußball sei die schönste Nebensache der Welt. Dem kann ich mich nur anschließen.

Die Anfänge

Schon in frühen Kindheitstagen fing ich an, vor den Ball zu treten, doch musste ich dabei sehr vorsichtig sein, denn als Brillenträger war die Gefahr einer folgenschweren Augenverletzung natürlich besonders hoch. Trotzdem kickte ich häufig mit den Nachbarjungen auf dem Hof, wobei uns Teppichstangen und Garagen als Tore dienten.

Torhüter

Von Anfang an war mir eine gewisse Vorliebe für den Torhüterjob anzumerken. Es machte mir riesig Spaß, in die Ecken zu hechten und Bälle zu halten. Während meiner Schulzeit konnte ich mein Torwarttalent weiterentwickeln. Leider war ich für das große (Feld-)Tor als Knirps ein wenig zu klein, sodass hohe Bälle für mich oft unerreichbar waren, doch beim Hallenfußball war ich im Handballtor aufgrund meiner Quirligkeit und Reaktionsschnelligkeit eine Bank. Dies brachte mir letztendlich auch immer gute Noten in der Schule ein.

Feldspieler

Erst im Alter von 16 Jahren fand ich - nachdem meine Brillengläser durch Kunststoffgläser ersetzt waren - den Weg in einen Fußballverein. Da der Torhüterposten schon besetzt war, verdingte ich mich als Feldspieler. Doch leider hatte ich einen miserablen Trainer, der uns Spielern so gut wie nichts beibringen konnte und bei dem das Training überhaupt keinen Spaß machte. Deshalb meldete ich mich nach zwei Jahren wieder ab.

Freizeitliga

Nach Bundeswehr und Ausbildung juckte es mich wieder in den Füßen, sodass ich mich einer Hobby-Fußballmannschaft anschloss. Trotz diverser Knieverletzungen (Kapsel, Meniskus, Kreuzband, Innenband) und zweier damit verbundener Krankenhausaufenthalte bin ich aber nicht kleinzukriegen und spiele heute immer noch in derselben Mannschaft Fußball.

Jugendtrainer

Aber irgendwann kam es, wie es kommen musste. Mein Erstgeborener wollte im zarten Alter von 5 Jahren in einen Fußballverein. Also ging Papa mit ihm dorthin, und kurze Zeit später war nicht nur der Sohn dort Spieler, sondern der Papa dort auch Trainer, nämlich Co-Trainer der Bambini. Anfänglich wollte ich eigentlich nur mal ein bisschen aushelfen, doch aus Co-Trainer wurde bald Trainer. Mittlerweile spielt auch mein jüngster Sohn Fußball und ich bin immer noch als Trainer und Jugendleiter dabei.

Aber eines wollte ich nie, nämlich ein so miserabler Trainer sein, wie ich ihn in meiner Jugendzeit selbst erlebt hatte. Deshalb absolvierte ich alsbald eine richtige Fußball-Jugendtrainer-Ausbildung und bin seitdem im Besitz einer DFB-Trainerlizenz. Somit "jage" ich die Kids nun mit offizieller DFB-Erlaubnis über den Platz und versuche, ihnen das Fußballspielen beizubringen.


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